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Zwei E-Autos in einem Haushalt: So managen Sie das Laden

Praktische Ratschläge für Haushalte mit zwei Elektroautos – zu elektrischer Kapazität, Zeitplanung, Kostenverfolgung und Smart-Home-Lösungen.

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Simulation von Ladevorgängen für jedes E-Auto und jeden Ladetyp
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Elektrische Kapazität: Verkraftet Ihr Zuhause zwei E-Autos?

Die erste Sorge bei zwei E-Autos ist, ob der Stromanschluss Ihres Hauses die kombinierte Ladelast bewältigen kann. Ein typischer europäischer Haushalt hat eine Anschlussleistung von 12–36 kW, abhängig von Land und Anschlussart. Zwei Wallboxen, die gleichzeitig mit je 7,4 kW laden, ziehen 14,8 kW – das verbraucht bereits einen erheblichen Teil eines standardmäßigen einphasigen 9,2 kW Anschlusses. Bei Haushalten mit Einphasenanschluss ist gleichzeitiges Laden beider E-Autos mit voller Leistung ohne Anschlussupgrade möglicherweise nicht möglich.

Two EVs in One Household: Managing the Charging
Two EVs in One Household: Managing the Charging

Dreiphasenanschlüsse, die in vielen europäischen Ländern üblich sind, bieten mehr Spielraum. Ein typischer Dreiphasenanschluss mit 3x25 A liefert etwa 17,3 kW insgesamt. Mit Lastmanagement können sich zwei E-Autos diese Kapazität intelligent teilen: Wenn ein Auto mehr Leistung benötigt, reduziert das andere automatisch. Einige Wallbox-Hersteller wie Easee, Zaptec und Wallbox bieten integriertes Lastmanagement für mehrere Einheiten, das die verfügbare Leistung auf zwei oder mehr Ladegeräte verteilt, ohne die Hauptsicherung zu überschreiten.

Bevor Sie ein zweites Ladegerät installieren, lassen Sie einen Elektriker Ihren tatsächlichen Spitzenverbrauch messen. Wenn Ihr Haushalt typischerweise 3–5 kW für Geräte, Beleuchtung und Kochen verbraucht und Sie einen 12 kW Einphasenanschluss haben, stehen nur 7–9 kW für das Laden zur Verfügung. Das könnte zwei Ladegeräte mit je 3,7 kW bedeuten oder eines mit 7,4 kW, während das andere wartet. Nutzen Sie den Plan EV Charge Rechner, um zu prüfen, ob 3,7 kW den Ladebedarf jedes Autos über Nacht noch deckt.

Zeitplanung: Versetzen Sie Ihre Ladevorgänge

Die einfachste Lösung für zwei E-Autos mit begrenzter elektrischer Kapazität ist versetztes Laden. Programmieren Sie ein Auto zum Laden von 22 bis 2 Uhr und das andere von 2 bis 6 Uhr. Mit einem 7,4 kW Ladegerät liefern 4 Stunden etwa 28 kWh – genug, um eine tägliche Pendlerstrecke von 150 km für die meisten E-Autos abzudecken. Dieser Ansatz erfordert keine zusätzliche Hardware über eine smarte Wallbox mit Zeitplanungsfunktion oder die eingebaute Ladezeitsteuerung jedes Autos hinaus.

Prioritätsbasierte Planung ist eine weitere effektive Strategie. Bestimmen Sie das Auto mit der längeren täglichen Pendlerstrecke oder dem größeren Akku als Hauptlader und geben Sie ihm bevorzugten Zugang bei voller Leistung während der Schwachlastzeiten. Das zweite Auto, das typischerweise für kürzere Strecken genutzt wird, lädt in der verbleibenden Zeit oder bei reduzierter Leistung. Die meisten smarten Wallboxen ermöglichen das Festlegen von Prioritätsregeln, sodass das System nach der Konfiguration automatisch arbeitet.

Nachladen am Wochenende kann die Werktagsladungen ergänzen. Wenn die Ladefenster unter der Woche knapp sind, nutzen Sie das Wochenende, um beide Akkus auf 80 % zu bringen. Mit dem ganzen Tag verfügbar und geringerem Stromverbrauch im Haushalt können beide Autos selbst bei begrenztem Anschluss bequem laden. Das funktioniert besonders gut, wenn ein Auto hauptsächlich ein Wochenendfahrzeug für Erledigungen und Familienausflüge ist.

Kostenverfolgung pro Fahrzeug

Wenn sich zwei E-Autos eine Haushaltsstromrechnung teilen, wird die fahrzeugbezogene Kostenverfolgung wichtig – für die Budgetierung und in manchen Fällen für die Erstattung durch den Arbeitgeber. Smarte Wallboxen mit eingebautem Energiezähler bieten die genaueste Erfassung. Jede Wallbox protokolliert die gelieferten kWh pro Ladesitzung, und die zugehörige App zeigt typischerweise den täglichen, wöchentlichen und monatlichen Energieverbrauch mit Kostenberechnungen basierend auf Ihrem Stromtarif.

Wenn Sie eine einzelne Wallbox für beide Autos nutzen, kann eine RFID-basierte Benutzeridentifikation zwischen den Fahrzeugen unterscheiden. Jeder Fahrer hält vor dem Laden eine persönliche RFID-Karte oder sein Telefon an die Wallbox, und das Gerät ordnet den Energieverbrauch dem richtigen Nutzer zu. Diese Daten können für Spesenabrechnungen oder Arbeitgebererstattungen exportiert werden.

Für einen groben Kostenvergleich geben Sie die Spezifikationen jedes Autos im Plan EV Charge Rechner ein – zusammen mit Ihrer Ladeleistung zu Hause und dem Stromtarif. Der Rechner zeigt die Kosten pro Ladesitzung für jedes Fahrzeug. Ein kleineres Stadt-E-Auto mit 14 kWh/100 km Verbrauch kostet bei 0,30 Euro/kWh etwa 4,20 Euro pro 100 km, während ein größerer SUV mit 22 kWh/100 km 6,60 Euro pro 100 km kostet. Die Kenntnis dieser fahrzeugbezogenen Kosten hilft, das Haushaltsladebudget gerecht aufzuteilen.

Smart-Home-Integration für Haushalte mit mehreren E-Autos

Ein Smart-Home-Energiemanagementsystem (HEMS) ist die eleganteste Lösung für Haushalte mit zwei E-Autos. Systeme wie Home Assistant können – in Kombination mit kompatiblen Wallboxen und einem Energiezähler am Hauptanschluss – das Laden beider Fahrzeuge orchestrieren und dabei die Gesamtkapazität des Hauses berücksichtigen. Das HEMS überwacht den Echtzeit-Haushaltsverbrauch und weist überschüssige Leistung dynamisch dem Auto zu, das sie am dringendsten benötigt.

Die Integration von Solarmodulen fügt eine weitere Dimension hinzu. Ein HEMS kann das Laden des E-Autos priorisieren, wenn die Solarproduktion den Haushaltsverbrauch übersteigt – und lädt Ihre Autos so effektiv kostenlos mit überschüssiger Solarenergie. In einem typischen europäischen Haushalt mit einer 6–10 kWp Solaranlage kann der Solarüberschuss zur Mittagszeit 3–6 kW für mehrere Stunden an ein E-Auto liefern. Über ein Jahr kann dies 2.000–4.000 kWh kostenloses Laden ergeben, was bei durchschnittlichen Stromtarifen 600–1.200 Euro wert ist.

Die fortschrittlichsten Installationen nutzen dynamische Stromtarife (wie Tibber, Octopus Energy oder aWATTar) in Kombination mit HEMS-Automatisierung, um beide Autos während der absolut günstigsten Stunden zu laden. Das System prüft stündliche Strompreise, Wettervorhersagen für die Solarproduktion und die geplante Abfahrtszeit jedes Autos und berechnet dann den optimalen Ladeplan. Dieser Ansatz kann die Ladekosten um 30–50 % im Vergleich zu Laden mit Einheitstarif senken – eine leichte Ersparnis von 500 Euro oder mehr pro Jahr für einen Zwei-E-Auto-Haushalt.