Simulation von Ladevorgängen für jedes E-Auto und jeden Ladetyp
PLAN EV CHARGE
Vorteile des Ladens am Arbeitsplatz
Laden am Arbeitsplatz macht Ihren täglichen Arbeitsweg zu einer Lademöglichkeit. Statt gezielt öffentliche Ladestationen anzufahren, lädt Ihr Auto passiv, während Sie arbeiten. Bei einem durchschnittlichen 8-Stunden-Arbeitstag fügt selbst ein bescheidenes 7,4 kW Ladegerät rund 55 kWh hinzu – genug, um die meisten E-Autos vollständig aufzuladen. Das beseitigt die Reichweitenangst für tägliche Pendler komplett, und Sie kommen mit vollem Akku nach Hause, bereit für Aktivitäten am Abend.
Charging at Work: Is It Worth It?
Für Arbeitnehmer ohne Lademöglichkeit zu Hause – insbesondere Wohnungsbewohner – kann das Laden am Arbeitsplatz entscheidend sein. Es bietet einen zuverlässigen, planbaren Ladestandort, der sich natürlich in den Alltag einfügt. Keine Apps jonglieren, kein Warten an öffentlichen Stationen, keine Umwege. Die Kosten sind oft niedriger als beim öffentlichen Laden: Viele Arbeitgeber bieten kostenloses oder subventioniertes Laden als Mitarbeitervorteil an, und selbst abgerechnetes Laden am Arbeitsplatz kostet typischerweise 0,15–0,25 Euro/kWh im Vergleich zu 0,40–0,70 Euro/kWh an öffentlichen Schnellladern.
Das Laden am Arbeitsplatz macht auch den Besitz eines E-Autos für Zwei-Auto-Haushalte praktikabel, in denen nur ein Auto Zugang zum Laden zu Hause hat. Der zweite Fahrer kann sich für den täglichen Bedarf auf das Ladegerät im Büro verlassen, was den Umstieg auf einen reinen E-Auto-Haushalt deutlich einfacher und erschwinglicher macht.
Typische Ladeinstallationen am Arbeitsplatz
Die meisten Ladeinstallationen am Arbeitsplatz verwenden AC-Ladegeräte mit einer Leistung zwischen 7,4 kW und 22 kW und dem in Europa standardmäßigen Typ-2-Stecker. Eine 7,4 kW Station ist die häufigste Wahl, da sie Kosteneffizienz mit Praktikabilität verbindet: Während eines 8-Stunden-Arbeitstages liefert sie rund 55 kWh, was für die meisten täglichen Pendlerstrecken mehr als ausreicht. Leistungsstärkere 11 kW oder 22 kW Stationen laden schneller, sind aber teurer in der Installation und erfordern Drehstrom.
Gemeinsam genutzte Ladestationen werden am Arbeitsplatz immer häufiger. Mit intelligentem Lastmanagement kann ein einzelner Stromkreis mehrere Ladepunkte versorgen, indem die verfügbare Leistung dynamisch verteilt wird. Beispielsweise liefern vier 22 kW Ladegeräte, die sich eine 44 kW Versorgung teilen, jeweils 11 kW, wenn alle vier belegt sind. Wenn Autos fertig geladen sind und abgesteckt werden, erhalten die verbleibenden Fahrzeuge automatisch mehr Leistung. Dieser Ansatz senkt die Infrastrukturkosten drastisch und bedient gleichzeitig mehr Mitarbeiter.
Einige größere Büros setzen Lademanagement-Software ein, die es Mitarbeitern ermöglicht, sich für Ladegeräte anzustellen, Benachrichtigungen zu erhalten, wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist, und die Nutzung sogar automatisch abzurechnen. Die fortschrittlichsten Installationen sind in das Gebäudeenergiemanagement integriert und reduzieren die Ladeleistung bei hoher Gebäudelast, um sie bei niedriger Last wieder hochzufahren.
Kostenvergleich: Arbeitsplatz vs. Zuhause vs. öffentlich
Die Kosten für das Laden am Arbeitsplatz variieren stark je nach Arbeitgeberpolitik. Kostenloses Laden am Arbeitsplatz ist das beste Angebot überhaupt – praktisch Kraftstoff zum Nulltarif. Für einen Fahrer mit 15.000 km Jahresfahrleistung in einem Auto mit 17 kWh/100 km Verbrauch spart kostenloses Laden am Arbeitsplatz rund 750 Euro jährlich gegenüber dem Laden zu Hause zu 0,30 Euro/kWh und über 1.500 Euro gegenüber öffentlichem Schnellladen zu 0,60 Euro/kWh.
Wenn Arbeitgeber den Strom berechnen, liegen die Tarife typischerweise zwischen 0,15 und 0,25 Euro/kWh, was mit dem Laden zu Hause zu Nachttarifen konkurrieren kann. Manche Unternehmen berechnen zum Selbstkostenpreis (ihrem gewerblichen Stromtarif) ohne Aufschlag, während andere einen kleinen Aufschlag für die Gerätewartung erheben. Selbst bei 0,25 Euro/kWh kostet das Laden am Arbeitsplatz etwa die Hälfte des öffentlichen AC-Ladens (0,40–0,50 Euro/kWh) und ein Drittel des DC-Schnellladens (0,55–0,79 Euro/kWh).
Nutzen Sie den Plan EV Charge Rechner, um die genauen Kosten für das Laden Ihres Autos bei verschiedenen Leistungsstufen und Preisen zu vergleichen. Geben Sie die Leistung Ihres Arbeitsplatzladegeräts (typischerweise 7–22 kW), den Stromtarif und Ihren täglichen SOC-Bereich ein, um die präzisen Kosten pro Ladesitzung und Monatsbeträge zu sehen.
Arbeitgeber-Ladeprogramme und Förderungen
Zukunftsorientierte Arbeitgeber in ganz Europa starten Ladeprogramme für E-Autos als Teil ihrer Nachhaltigkeitsziele und Mitarbeitervorteile. Diese Programme nehmen verschiedene Formen an: vollständig subventioniertes Laden (der Arbeitgeber trägt die Kosten), teilweise subventioniert (der Arbeitnehmer zahlt einen reduzierten Tarif) oder Kostendeckung (der Arbeitnehmer zahlt den tatsächlichen Strompreis ohne Aufschlag). Jedes Modell hat je nach Land unterschiedliche steuerliche Auswirkungen.
In vielen europäischen Ländern bietet das vom Arbeitgeber bereitgestellte Laden steuerliche Vorteile. In Großbritannien ist kostenloses Laden am Arbeitsplatz eine steuerfreie Sachleistung. In Deutschland ist das vom Arbeitgeber bereitgestellte Laden seit 2017 durch § 3 Nr. 46 EStG steuerfrei. Frankreich bietet Unternehmen Steuerabzüge für die Installation von Ladeinfrastruktur. Diese Anreize machen es für Arbeitgeber finanziell attraktiv, Laden anzubieten, was wiederum den E-Auto-Besitz für Arbeitnehmer günstiger macht.
Wenn Ihr Arbeitgeber noch kein Laden für E-Autos anbietet, sollten Sie einen Business Case erstellen. Beginnen Sie mit einer Umfrage zum E-Auto- und Plug-in-Hybrid-Besitz unter Kollegen, um die Nachfrage zu belegen. Heben Sie die relativ geringen Installationskosten hervor (3.000–8.000 Euro für eine Installation mit vier Stationen und Lastmanagement), die steuerlichen Vorteile und die positive Wirkung auf Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung. Viele Energieversorger und Ladeanbieter bieten schlüsselfertige Unternehmenslösungen an, die Installation, Abrechnung und Wartung abdecken.